Mutig, mutig – Teil 4

Vierte Teile sind oft so „ganz nett“.

Star Trek IV zB. war ganz nett (das ist der mit den Waalen), Karl der IV war auch eher mittelgut und „Der vierte Mann“ ist zwar nett, wird aber seinen eigenen Anspruechen irgendwie nie gerecht. Und heute ist Teil Vier meiner Ausmistaktion.

Ich kann natuerlich hergehen und weiterhin die abgelegte Kleidung meiner Tochter ausrangieren. Das muss natuerlich sowieso irgendwann passieren und ein Grund, warum ich hier schreibe, ist, dass ich es etwas strukturierter angehen moechte als bisher. Ich befinde mich da aber in einem ganz angenehmen Zustand: ich habe soviel Zeug, dass ich mich recht entspannt zuruecklehnen kann. Die Dinge die ausrangiert werden muessen sind recht offentlichlich und teilweise schon lange in meinem Hinterkopf vermerkt. Es wird lange dauern, bis ich soweit bin, dass ich mal nichtoffensichtliche Dinge in meinem Haushalt auf ihre Nuetzlichkeit hin untersuchen muss. Um dieses Prozess abzukuerzen – und die Sache hier langsam mal etwas spannender zu machen – habe ich mich zu einem radikalen Schritt entschieden: Eine ganze Kiste voll alter Buecher zaehle ich als ein Teil.

Jupp. Mutig, ne?

Das waere natuerlich eine schoene Kiste fuer einen Tag am Ende dieses 30-Tage Programms gewesen. Aber das Spiel wird wirklich spannender – und ertragreicher – wenn ich meine Joker frueh abspiele. Ich habe ja gestern schon etwas mehr rausgehauen, als ich musste, um hier mal Geschwidigkeit reinzubringen.

Heute gehen also:

  1. Diese diversen alten Buechern. Teilweise noch aus der Schulzeit. Lehrbuecher, Woerterbuecher (beachte die Esperanto Grammatik/Woerterbuecher und die Kassette!!!! – wer kann denn sowas heute noch abspielen???). Meine Hobbythekbuecher, aus denen ich als Jugendliche fast jedes Kosmetikrezept nachgekocht habe, der Brockhaus in zwei Baenden. Alles Dinge, die man nicht braucht, wenn man Internet hat. Relikte aus einer Zeit, in der man Buecher aufklappen musste, wenn man eine Vokabel gesucht hat. Braucht heute keiner mehr. Zumindest ich nicht. Diese Buecher wanderten heute am spaeten Nachmittag in den oeffentlichen Buecherschrank hier im Viertel.IMG_20160213_160957.jpg
  2.  Und das ist wieder Babykram: Ein mobiler Babysitz fuer Unterwegs wurde auf der Plattform eingestellt – ist uebrigens bereits verkauft.81457831
  3. Diesmal ein Kleidungsstueck von mir: eine Jacke, die ich schon ewig nicht mehr trage ist in die Kiste fuer die Deutsche Kleiderstiftung gewandert.IMG_20160213_215124.jpg
  4. Und diese Kinderjacke hier geht ebenfalls:81488713

 

Dieses war der vierte Streich!

Dadurch, dass die Buecher nun weg sind, werde ich mich bald schon wirklich mit meinen Dingen auseinandersetzen muessen und unangenehme Fragen zu ihrer Daseinsberechtigung stellen muessen. Ich freue mich drauf!

Eine Frage, die sich in Zukunft stellen wird ist die genug-Frage. Wieviel von etwas ist genug? Wann ist es ueberfluessig? Wie stelle ich ueberhaupt fest, was ich brauche? Minimalismus heisst, seine Beduerfnisse zu kennen und diese zu erfuellen. Es heisst nicht sich einzuschraenken, sondern es heisst genau das und nur das zu haben was man braucht. Festzustellen, was das ist ist der schwierigsten Teil am ganzen Unterfangen – zumindets fuer mich. Wenn ich heute Abend Bock habe, schreibe ich noch mehr zu dieser Frage. Ansonsten, bis morgen.

 

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